Meine glückliche Familie
Deutschland/Frankreich/Georgien 2016

Meine glückliche Familie
Regie:
Nana Ekvtimishvili, Simon Gross
mit:
Ia Shugliashvili, Merab Ninidze, Berta Khapava, Tsisia Kumsishvili
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Spieldauer:
120 min.
 
Kurz nach ihrem 52. Geburtstag beschließt Manana, aus der engen Drei-Zimmer-Wohnung, die sie sich mit ihren Eltern und den erwachsenen Kindern teilt, in eine eigene Wohnung zu ziehen. Die Familie ist entsetzt und fassungslos. Was keiner versteht: Manana geht es gar nicht so sehr um eine Trennung von ihrem Mann. Die ruhige Frau, die gerne liest und Gitarre spielt, möchte endlich, nach einem Leben im Schatten der Familie, einen Raum für sich.
Die „glückliche“ Familie ist nicht direkt böse, eher latent grenzverletzend und vor allem sehr sehr laut. Manana dagegen – von Ia Shugliashvili mit ruhiger Intensität gespielt – ist eine sehr private Person, für die Stille eigentlich überlebenswichtig ist, die aber noch nie ihrem bisherigen Leben, die Möglichkeit hatte, einen ruhigen Ort für sich zu haben.
MEINE GLÜCKLICHE FAMILIE erzählt von einer Gesellschaft, in der für Introspektion und für tatsächliche Begegnungen kein Platz ist, und davon, wie sich die Dinge ändern, wenn man die Kraft, den Mut und die Beharrlichkeit hat, sich den dafür nötigen Raum – physisch und psychisch - zu schaffen.
Am Dienstag, dem 12.09., um 17.00 Uhr, zeigen wir den Film zum diesjährigen Frauen-Film-Forum im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land "beziehung-macht-mensch".