Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes
Schweiz 2017

	Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes
Regie:
Manuel Flurin Hendry
mit:
Stefan Kurt, Isabella Schmid, Martin Rapold, Erich Vock
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Spieldauer:
90 min.
 
Seit 65 Jahren zählt der tollpatschige, aber herzensgute Papa Moll zu den beliebtesten Schweizer Comic-Figuren. Entsprechend groß war die Herausforderung für Regisseur Manuel Flurin Hendry und sein Team, die bunte Welt und die pfiffigen Figuren der Comics detailgetreu zum Leben zu erwecken. Doch es ist ihnen gelungen. Dank des rasanten Slapstick-Humors, der schrulligen Figuren und eines aufwendigen Set-Designs ist der erste Leinwand-Auftritt von Papa Moll ein großer Spaß für die ganze Familie, der den Geist der Comics atmet.
Eigentlich könnte für Papa Moll (Stefan Kurt) alles in bester Ordnung sein. Mit seiner Frau (Isabella Schmid) und seinen drei Kindern Evi (Luna Paiano), Fritz (Maxwell Mare) und Willi (Yven Hess) lebt er in der kleinen Schweizer Gemeinde Murmlikon. Einzig der Stress auf der Arbeit in der Schokoladenfabrik und sein unfähiger Chef Stuss (Martin Rapold) setzen ihm zu. Dieser hat einem Kunden eine Großlieferung zugesagt, weshalb die Maschinen auch am Wochenende laufen müssen. Zu dumm, dass Mama Moll ausgerechnet jetzt ihren Wellness-Urlaub geplant hat – und Papa Moll eigentlich auf die Kinder aufpassen muss. Dazu kommt, dass ihm auch noch sein Chef dessen Kinder aufdrückt. Da ist Ärger vor-programmiert, da die Kinder von Papa Moll und die seines Chefs Todfeinde sind...
...Darüber hinaus bringt „Papa Moll und die Entführung des fliegendes Hundes“ vor allem eines: kurzweiligen Spaß. Verantwortlich dafür sind u.a. das hohe Erzähltempo sowie die vielen kuriosen Wendungen und überraschenden Einsprengsel. Aber auch die bewusst überzeichneten, kauzigen Figuren, die für viele Lacher sorgen. Vom unterbelichteten, nur am Profit interessierten Fabrikchef über die trotteligen Dorfpolizisten bis hin zu Papa Moll selbst, der in so manches Fettnäpfchen tritt. Ergänzt wird all dies durch phantasievolle Einfälle, die sich in einem Film für die ganze Familie ganz wunderbar machen. Etwa der Off-Sprecher, der seine Erzählungen in Reim-Form vorträgt oder die actionbetonten Slapstick-Einlagen aller Beteiligten. Gerade im turbulenten Finale, in dem Papa Moll ordentlich Körpereinsatz beweisen muss...
(Programmkino.de)