Kommissar Gordon & Buffy
Schweden 2017

Kommissar Gordon & Buffy
Regie:
Linda Hambäck
mit:
Animationsfilm
FSK:
ohne Altersbeschränkung
Spieldauer:
67 min.
 
Im tiefverschneiten Wald treibt ein Nüsse-Dieb sein Unwesen. Kommissar Gordon muss versuchen, den Dieb zu finden. Im Alleingang ist das aber ganz schön schwierig - der Kriminalist ist zwar brillant, aber auch schon sehr alt. Da ist es gut, dass er der Maus Buffy begegnet. Gemeinsam bilden die beiden ein ausgezeichnetes Ermittlerteam, wovon alle Bewohner des Waldes profitieren. Kinderfilm nach der "Kommissar Gordon"-Kinderbuchreihe von Ulf Nilsson und Gitte Spee.
In herrlich altmodisch anmutenden Animationen und mit sehr viel erzählerischer Ruhe hat die schwedische Trickschmiede Dockhus Animation unter der Regie von Linda Hambäck die knuffigen Protagonisten der auch auf Deutsch vorliegenden vier Kinderbilderbücher von Ulf Nilsson (Text) und Gitte Spee (Illustrationen) kongenial für die Leinwand zum Leben erweckt.
Mit den Ausrufen „Schreckliche Diebe – dreckliche Schiebe!“ beginnt in Buch wie Film diese kindgerechte und unaufdringlich pädagogisierende Kriminalstory. Außer sich vor Zorn rennt mitten im Winter das Eichhörnchen Waldemar, im Hauptberuf Kindergärtner der animalischen Waldsiedlung, in die kleine Polizeistation von Kommissar Gordon.
Die in die Jahre gekommene Kröte steht kurz vor der Pensionierung und tut das, was erfahrene Gesetzeshüter an einem verschneiten Arbeitstag eben tun: ein Mittagsschläfchen halten. Waldemars Klagerufe wecken den Walddetektiv allerdings rasch auf, und nachdem dieser sich einige Notizen gemacht und das Blatt korrekt mit dem Dienststempel abgestempelt hat, begibt er sich zur Tatortbesichtigung. Allerdings befindet sich das ausgeräumte Nussversteck hoch oben in einem Baumstamm, viel zu umständlich. So lässt sich der Kröterich lieber einschneien und bemerkt nicht, dass aus dem inkriminierten Astloch eine kleine Maus mit einer Haselnuss zwischen den Pfoten schlüpft. Die muss den festgefrorenen Gordon zunächst mal vom Schnee befreien, bevor der die Verdächtige nach dem Auftauen auf der Polizeistation knallhart befragen kann. Die Maus scheint unschuldig zu sein, hat aus Gründen des Hungers auch nur diese eine Nuss entwendet (laut Waldgesetz ist solch ein Mundraub sogar legitim!), besitzt aber keinen Namen. Kurzentschlossen tauft Gordon das Mäuschen, das sich als wahre Spürnase erweist, in „Buffy“ und zusammen löst das unterschiedliche Gespann den Fall der geklauten Nüsse.
Von den kleinkindgerechten 67 Filmminuten ist dann ungefähr die Hälfte der Zeit herum, Gordon geht schweren Herzens in den Ruhestand und überlässt seiner getreuen Assistentin Buffy das Kommissariat. Die erwischt gleich der Mega-GAU: Das fast ausgebrütete Ei der Vogelfamilie ist weg, bald auch Hasentochter Karin und Kumpel Elliott, die Waldbewohner haben den Fuchs in Verdacht, und Buffy braucht dringend Gordons Hilfe …